Pünktlich zum 1. Mai: Der Waldmeister

Der Mai ist gekommen!

Kuckuck, Kuckuck rief es heute Morgen aus dem Wald, fast wie in dem Kinderlied. Mir sagte es, der 1. Mai kommt, es wird Zeit sich um den Waldmeister zu kümmern.

Am 1. Mai treffen wir uns traditionell immer mit Freunden, begrüßen den Frühling und trinken Maibowle. Dieses Jahr werden wir das virtuell machen und ich bin sicher, es wird trotzdem viel Spaß machen. Ich werde ein bisschen was kochen und die Speisen dann in Tüten meinen Freunden an den Gartenzaun hängen. Und dazu gibt es dann natürlich die MaibowleHIER gehts zum Rezept – und was darf da natürlich nicht fehlen? Richtig, der Waldmeister!

Waldmeistersirup und Maibowle - Rezeptbild | Gourmetköchin Petra Braun-Lichter

Aber was ist eigentlich Waldmeister? 

Seine natürliche Heimat sind feuchte Waldböden im Schatten. Mein Waldmeister wächst allerdings in meinem Garten.

Ganz wichtig: im Wald nur selbst pflücken, wenn ihr sicher seid, dass es Waldmeister ist und auch nur so viel, wie ihr für euren Eigenbedarf braucht. Wer nicht selbst sammeln möchte, kann diese Pflanze inzwischen auch im Gartenmarkt kaufen.

Seit dem 9. Jahrhundert wird das Kraut verwandt, angeblich haben es Mönche in der Eifel entdeckt, sie setzten das Kraut zur Stärkung von Herz, Milz und Leber ein. Er ist wohlriechend und der Duft entfaltet sich beim Anwelken oder Einfrieren. Verantwortlich für den Duft ist der Pflanzenstoff Cumarin. Übermäßige Einnahme kann allerdings zu Schwindel und Kopfschmerzen führen.

Der Waldmeister hat auch in der Naturheilkunde in der Behandlung von Krankheiten eine große Bedeutung. Hierzu wird getrockneter Waldmeister verwendet, den ihr hier oder in eurer örtlichen Apotheke bekommt. Hier zählt der Spruch von Paracelsus (Schweizer Arzt, Naturforscher und Philosoph 1493-1541): die Dosis macht, dass es ein Gift sei!

Waldmeister mal anders: herzhaft & pikant

Waldmeister wird auch Maikraut genannt und zählt zu den Labkräutern. Mit diesen Kräutern hat man in früheren Zeiten Milch angedickt und zu Käse verarbeitet. Mein Käseexperiment hat nicht funktioniert, aber herausgekommen ist ein wunderbarer Joghurt. Diesen habe ich dann direkt benutzt, um ein pikantes Waldmeister-Gericht zu zaubern, nämlich pikante Waldmeister Joghurt-Panna cotta – HIER gehts zum Rezept. 

Waldmeister Joghurt-Panna cotta - Rezeptbild | Gourmetköchin Petra Braun-Lichter

Und so stellte ich mir irgendwann die Frage: warum wird der Waldmeister eigentlich immer nur in süßer Form verwendet? Also habe ich mich durch meine Kochbücher gelesen und wurde fündig in der Frühlingsküche von Oskar Marti – ein Blog Post über die Bücher folgt noch! Ich nahm sein Rezept als Anregung, probierte ein wenig rum, schmeckte immer wieder ab und schließlich kam diese pikantes Gericht mit Sauce heraus:

Grüner Spargel-Tomaten Salat - Rezeptbild | Gourmetköchin Petra Braun-Lichter

Wenn Ihr auf die Bilder klickt, gehts direkt zu den jeweiligen Rezepten!

Anschließend habe ich dann direkt noch ein weiteres pikantes Gericht probiert:

Rote Bete mit Kammmuscheln - Rezeptbild | Gourmetköchin Petra Braun-Lichter

Ihr seht, Waldmeister kann auch in herzhafter Form sehr lecker sein!

Süße Waldmeister – Rezepte

Natürlich habe ich trotzdem auch noch ein paar süße Rezepte vorbereitet. Wenn Ihr auf die Bilder klickt, gehts direkt zu den jeweiligen Rezepten!

Beispielsweise das leckere Waldmeister-Quark Mousse:

Waldmeister-Quark-Mousse - Rezeptbild | Gourmetköchin Petra Braun-Lichter

Und wer es lieber eisig möchte, das klassische Waldmeister-Sorbet:

Waldmeister - Bild für Blogbeitrag "Pünktlich zum 1. Mai: der Waldmeister" | Gourmetköchin Petra Braun-Lichter

Nun wünsche ich Euch einen schönen 1. Mai & bleibt gesund!

Und solltet Ihr noch Fragen haben, dann meldet euch gerne in den Kommentaren oder per Mail.

Eure Petra

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