Bärlauch – der dufte Frühlingsbote

Endlich wieder Bärlauchzeit!

Beim Spazierengehen im Wald kommt einem im Frühjahr öfter mal ein starker Knoblauchgeruch in die Nase. Verursacher hierfür ist der Bärlauch, eine Pflanzenart verwandt mit dem Knoblauch, der Zwiebel und dem Schnittlauch. Man findet ihn in schattigen, feuchten Laub-und Auenwäldern.

Bärlauchwald - Bild für Blogbeitrag "Bärlauch - der dufte Frühlingsbote" | Gourmetköchin Petra Braun-Lichter

Woher hat der Bärlauch eigentlich seinen Namen?

Die Geschichte erzählt, dass die Bären ihn im Frühjahr gefressen haben, um nach dem langen Winterschlaf wieder zu Kräften zu kommen. Bärlauch zählt zu den Heilpflanzen und ist eine würzige Zutat in Speisen. Er hat viele positive Eigenschaften, die bereits in der Antike und im Mittelalter bekannt waren. Die Pflanze kann komplett verwendet werden und die ätherischen Öle können bei Verdauungsstörungen helfen. Außerdem haben sie blutdrucksenkende und pilzabtötende Eigenschaften. Bärlauch hat zudem eine Menge Vitamin C, Magnesium, Eisen und weitere gesunde Inhaltsstoffe.

Wo bekommt man Bärlauch?

In Naturschutzgebieten dürfen er und andere Pflanzen gar nicht gepflückt werden und auch, wenn man ihn an anderen Stellen pflückt, sollte man aufpassen, dass man lediglich so viel mitnimmt, dass es den Eigenbedarf deckt. 

Vorsicht ist geboten beim Sammeln, denn gerne wird der Bärlauch auch mal mit Maiglöckchen verwechselt – dann kommt es nämlich zu einer Vergiftung. In den letzten Jahren ist es durch die wachsende Beliebtheit des Bärlauches zu regelrechten Plünderungen gekommen. Das Ausgraben der Zwiebel ist verboten! Ich habe selbst schon Menschen beobachtet, die ganze Stücke abgestochen haben. Als ich sie darauf angesprochen habe, war die lapidare Antwort, das mich das nichts angehe! 

Auch im heimischen Garten kann der Bärlauch mit ein wenig Geduld angepflanzt und geerntet werden. Je nach Standort wächst er im Garten sogar sehr üppig.
Meine Kräuter und Samen bestelle ich übrigens immer hier bei Bio-Saatgut, auch Bärlauch bekommt ihr dort.

Übrigens hält auch dein Lebensmittelgeschäft und Gemüsehandler zur Saison den Bärlauch für dich bereit.

Bärlauch – eine vielfältige Zutat

Bärlauch kann man theoretisch auch noch essen, wenn er blüht, aber ich persönlich finde, er schmeckt dann nicht mehr so gut, ich nehme dann gern die Bärlauchblüten lediglich zur Dekoration.

Bärlauchpesto - Rezeptbild | Gourmetköchin Petra Braun-Lichter

Auf jedem Fall gehört der Bärlauch gut gewaschen, den es könnten sich an den Blättern noch Eier vom Fuchsbandwurm befinden. Vorsichtig im Geschirrtuch abtrocknen und dann direkt frisch verarbeiten.

Meine Rezepte mit Bärlauch

Der Klassiker und den Gerichten mit Bärlauch ist natürlich das Bärlauchpesto. Da Bärlauch ein echter Gaumenschmaus ist, schmeckt ebenfalls sehr gut in einer Bärlauchsuppe sowie in Nudelgerichten (z.B. selbstgmachte Bärlauchspätzle), Quark, Bärlauchpaste oder als Zusatz in Bärlauchsalz. Oder wer es mag, kann auch ihn auch einfach nur roh auf ein Stück Butterbrot probieren.

Für die Rezepte einfach auf die vorangegeben Links klicken. Mehr Rezepte mit Bärlach findet Ihr in meiner Rezeptsammlung (Bitte klicken!). Auf der Rezeptübersicht in der Zeile „Rezepte suchen“ das Schlagwort „Bärlauch“ eingeben!

Bärlauchsalz - Rezeptbild | Gourmetköchin Petra Braun-Lichter

Bist du neugierig geworden oder vielleicht auf der Suche nach einem bestimmten Bärlauch-Rezept? Dann schreib mir gerne!

Menü